Gute Sek Allschwil

Eine neue Sek für Allschwil: Aber nicht ohne genügend Freiraum und Schatten.

Rund 700 Jugendliche auf einer einzigen Parzelle, 25 gefällte Bäume und 5 bis 6 Jahre Baustelle. Mit dieser Petition fordern wir Nachbesserungen am Aussenbereich, bevor der Kanton baut.

Ziel: 100 Unterschriften in nur 10 Tagen (vom 9.–19. Oktober 2026).

Jugendliche spielen Volleyball und sitzen im Schatten grosser Bäume vor einem Schulhaus.

Pausenhof-Rechner

Wie viel Platz hat ein Kind in der Pause an der neuen Sek?

Heute sind es 37 Klassen. Bei 19 Kindern pro Klasse sind das 703 Kinder (geplant wird übrigens nur für 36 Klassen). Auf dem Schulareal stehen ihnen 2'430 m² offene Pausenfläche zur Verfügung (ohne 494 m² überdachte Fläche).

3,5 m² pro Kind

703 Kinder auf 2'430 m².

Das ist weniger als jeder Vergleichswert, sogar weniger als das gesetzliche Minimum BL.

Unsere Regel: Als Pausenfläche zählt, was direkt am Schulhof liegt. Den Sportplatz jenseits des Lettenwegs (im Plan «Allwetterplatz») zählen wir nicht dazu.

47 Kinder auf einem Volleyballfeld

Bei 3,5 m² pro Kind stehen auf einem ganzen Volleyballfeld (18 × 9 m) 47 Jugendliche. Beim Volleyball spielen dort 12 Personen. In der Pause sollen sie hier gleichzeitig Fussball spielen, Basketball werfen, Tischtennis spielen oder Frisbee werfen.

Volleyballfeld: 162 m², Netz in der Mitte. Schematische Darstellung.

Wo steht Allschwil?

m² Pausenfläche pro Kind im Vergleich. Die Werte stammen aus unterschiedlichen Ländern und Regeln und sind nur als Orientierung gedacht.

  • Neue Sek Allschwil, Schulareal3,5 m²
  • Gesetzliches Minimum BL (72 m² pro Klasse, gerechnet mit 19 Kindern pro Klasse) · Minimum3,8 m²
  • Empfehlung Baden-Württemberg · Empfehlung5 m²
  • Neue Sek Allschwil mit Sportplatz (5 Gehminuten entfernt, in normalen Pausen nicht nutzbar)5,6 m²
  • Basel-Stadt (empfiehlt 5–8 m² als Richtwert, hier Mittelwert) · Empfehlung6,5 m²
  • Neubau Pratteln (inkl. Sportplatz direkt am Schulhof) · Empfehlung6,6 m²
  • England (Schulbehörde) · Empfehlung10 m²
  • Studie: mehr Bewegung · Qualitätsziel24 m²
  • Norwegen, Städte · Qualitätsziel30 m²
Selbst nachrechnen

Ändern Sie die Zahl der Klassen oder Kinder, oder zählen Sie den Sportplatz auf der anderen Strassenseite dazu.

Warum zählen wir den Sportplatz nicht mit? Er liegt jenseits des Lettenwegs, rund 5 Gehminuten entfernt. Hin und zurück sind das 10 Minuten, in einer normalen Pause ist er kaum nutzbar. Mehrere hundert Jugendliche müssten gleichzeitig über die Strasse, mitten im Quartier und neben Primarschule und Kitas. Die Aufsicht wäre auf Schulhof, Weg und Sportplatz verteilt. Zudem ist er öffentlich zugänglich, und die Aufsicht wäre getrennt.

Rechenbeispiel mit den Flächenangaben des Hochbauamts und der Annahme von 19 Schüler:innen pro Klasse. Keine amtliche Berechnung.

Quellen der Vergleichswerte

In 60 Sekunden

Was geplant ist. Am Lettenweg entsteht eine neue Sekundarschule. Bisher verteilen sich die Jugendlichen auf zwei Schulhäuser. Neu sollen alle auf ein einziges Areal. Bald könnten es fast 1'000 sein.

  • Quelle: Vorlage 2020/699; Bericht der Bau- und Planungskommission vom 24.8.2021 (Kapazität 40 bis 42 Klassen je nach Raumnutzung), 2021
  • Quelle: Kanton Basel-Landschaft, Medienmitteilung 11.12.2024, Stand 2026

Warum gerade jetzt. Ein Schulhaus steht 60 bis 80 Jahre. Was heute zu knapp geplant wird, bleibt für Generationen zu knapp.

  • Quelle: Schätzung der Initiative, übliche Nutzungsdauer von Schulbauten, 2026

Weg vom Handy, hin zur Bewegung. Wir wünschen uns, dass Jugendliche in der Pause rennen, spielen und zusammen sein können statt nur aufs Handy zu schauen. Dafür braucht es freie Fläche.

Was wir wollen. Platz in den Pausen, Schatten im Sommer, Schutz während der Bauzeit und ehrliche Information. Sieben konkrete Vorschläge stehen weiter unten.

Für wen ein guter Pausenplatz zählt

Für Jugendliche
Platz zum Fussball- und Basketballspielen, zum Durchatmen und Zusammensein im Schatten. Auch du darfst unterschreiben.
Für Lehrpersonen
Ruhigere Pausen, eine übersichtliche Aufsicht direkt am Schulhaus und konzentriertere Jugendliche im Unterricht danach.
Für Eltern
Sichere Schulwege während der Bauzeit und ein gesunder Ort für den ganzen Schultag.
Für Gemeinderat und Einwohnerrat
Ein Schulareal, das 60 bis 80 Jahre gut funktioniert, ohne spätere Container auf den letzten Freiflächen.

Vier Sorgen

Wenig Platz in den Pausen

3,5 m² pro Kind auf dem Schulareal

Bisher verteilen sich die Jugendlichen auf zwei Schulhäuser: Letten am Lettenweg 25 und Breite an der Feldstrasse 44. Neu sollen alle auf eine einzige Parzelle. Für jedes Kind bleiben dort rund 3,5 m² Pausenfläche. Auf einem Volleyballfeld, wo sonst 12 Personen spielen, stünden so 47 Jugendliche.

  • Quelle: Eigene Rechnung: 2'430 m² (ohne überdachte Fläche) ÷ 703 Kinder (37 Klassen × 19), Stand 2026

Hitze und Bäume

25 gefällt, 46 neu aber neue Bäume brauchen Jahrzehnte

Laut Hochbauamt werden 25 Bäume gefällt und 46 neu gepflanzt. Das klingt nach einem Gewinn. Neue Bäume brauchen aber Jahrzehnte, bis sie so viel Schatten geben wie die heutigen. Dabei kühlen Bäume ihre Umgebung um bis zu 5,5 Grad. Als Faustregel sollten 30 bis 40 % einer Fläche von Baumkronen bedeckt sein.

  • Quelle: Saldo 13/2026, «Zu wenige Bäume: Schweizer Städte kaum vor der Sonne geschützt», 2026

Fünf bis sechs Jahre Baustelle

5–6 Jahre neben Primarschule, Kita und Kindergärten

In der Nachbarschaft liegen die zwei Primarschulen Gartenhof und Gartenstrasse, zwei Kindertagesstätten und zwei Kindergärten. Lärm, Staub und Baustellenverkehr treffen hier die Kleinsten.

  • Quelle: Kanton Basel-Landschaft, Medienmitteilung 11.12.2024, Stand 2026

Mitsprache und Transparenz

«Stadtwald» versprochen im Wettbewerb

Das Wettbewerbsprojekt gewann mit dem Versprechen «Stadtwald». Im Ausführungsprojekt sind deutlich weniger Bäume eingezeichnet, und bestehende alte Bäume werden gefällt.

Schatten wächst langsam

Ein gefällter Baum ist an einem Tag weg. Ein neuer Baum braucht Jahrzehnte, bis er ähnlich viel Schatten gibt.

Bäume kühlen um bis zu 5,5 Grad.

Als Faustregel sollten 30 bis 40 % einer Fläche von Baumkronen bedeckt sein. Wir fordern, dass ein solcher Zielwert für die Pausenflächen verbindlich festgelegt wird.

  • Quelle: Saldo 13/2026, «Zu wenige Bäume: Schweizer Städte kaum vor der Sonne geschützt», 2026
  • Quelle: Saldo 13/2026, «Zu wenige Bäume: Schweizer Städte kaum vor der Sonne geschützt», 2026
Schematische Darstellung: Eine ausgewachsene Platane gibt viel Schatten. Ein neu gepflanzter Baum gibt nach 0, 10 und 25 Jahren deutlich weniger. Keine Messwerte.Heute: PlataneNeupflanzung, 0 Jahrenach 10 Jahrennach 25 Jahren
Schematische Darstellung, keine Messwerte.

Sieben Forderungen

Häufige Einwände, sachlich beantwortet

Was wir am Projekt schätzen

Wir wollen fair bleiben: Das Schulhaus bekommt moderne Räume, wird gekühlt und entsteht überwiegend in Holz. Diese Sorgfalt wünschen wir uns auch für den Aussenraum.

Vom Engpass zum Neubau: der Weg seit 2011

  1. 1

    12.1.2011

    Die Sekundarschule ist im Schulhaus Bettenacker der Gemeinde eingemietet, in den Trakten B und C (Bericht des Gemeinderats an den Einwohnerrat, Geschäft Nr. 3987)

  2. 2

    1.8.2011

    Der Kanton übernimmt die Gebäude der Sekundarschule (Vorlage 2015/353)

  3. 3

    12.6.2012

    Der Regierungsrat stellt Raum- und Sanierungsbedarf fest (RRB Nr. 0986)

  4. 4

    2014

    Zustandsanalyse und Machbarkeitsstudie

  5. 5

    22.9.2015

    Der Regierungsrat schreibt, das Raumangebot stosse bei 27 Klassen «an seine Grenzen». Es fehlen acht Gruppenräume, eine Schulküche und ein Werkraum. Die Gesamtsanierung wird auf «voraussichtlich ab 2025» verschoben, bis dahin gibt es nur «Mindestmassnahmen» für 3,4 Mio. Franken (Vorlage 2015/353)

  6. 6

    2017

    Kanton legt den Standort neu auf 36 statt 27 Klassen aus. Realisierung «ab 2023» in Aussicht gestellt (gemäss Interpellation 2020)

  7. 7

    2018

    Machbarkeitsstudie: Ersatzneubau schneidet besser ab als Sanierung

  8. 8

    2020

    Landtausch für die Tram-Wendeschlaufe Linie 8. Interpellation nennt das Tramprojekt als einen Grund für Verzögerungen

  9. 9

    15.7.2021

    Projektwettbewerb ausgeschrieben

  10. 10

    2.9.2021

    Landrat bewilligt den Projektierungskredit (Vorlage 2020/699), Inbetriebnahme damals «voraussichtlich 2028»

  11. 11

    7.4.2022

    Regierungsrat bestätigt «Mosaik» als Siegerprojekt (15 Beiträge)

  12. 12

    11.12.2024

    Regierungsrat legt Baukredit vor (Vorlage 2024/746). Neu: Schulhaus 2029, Fertigstellung 2031

  13. 13

    27.3.2025

    Landrat bewilligt 104,34 Mio. Franken

  14. 14

    27.11.2025

    Baugesuch im Amtsblatt publiziert

Verzögerung: Schon 2011 brauchte die Sekundarschule Räume in einem Schulhaus der Gemeinde. 2015 schrieb der Regierungsrat, das Raumangebot stosse bei 27 Klassen an seine Grenzen, und verschob die Gesamtsanierung auf 2025. Der Wettbewerb folgte erst 2021, die Eröffnung rutschte von 2028 auf 2029, fertig ist alles 2031. Jetzt wird für 36 Klassen gebaut, obwohl Allschwil heute bereits 37 hat. Darum fragen wir: Passt die Planung von damals noch zur Schule von heute?

Hinweis: Das Baurekursverfahren entscheidet nach Recht. Die Petition richtet sich an Politik und Behörden.

Ja zur neuen Sek Allschwil: mit Platz, Schatten und sicherem Schulweg

Wir unterstützen eine moderne Sekundarschule in Allschwil. Wir bitten Gemeinderat und Einwohnerrat Allschwil sowie Regierungsrat und Landrat Basel-Landschaft, sich dafür einzusetzen, dass:

  1. die Jugendlichen genug Pausenfläche direkt beim Schulhaus erhalten, nachvollziehbar und ohne Wege oder den Sportplatz jenseits der Strasse gerechnet;
  2. Schatten, unversiegelte Flächen und grosse Ersatzbäume verbindlich festgelegt werden und die Erhaltbarkeit der Platanen an der Feldstrasse unabhängig geprüft wird;
  3. die Baustelle mit verbindlichen Auflagen für sichere Schulwege, Lärm und Staub geführt wird;
  4. für die tatsächliche Zahl der Klassen geplant wird, damit später keine Container auf der Pausenfläche stehen;
  5. vor dem rechtskräftigen Entscheid keine Bäume gefällt werden und das Quartier frühzeitig informiert wird.
Eltern, Lehrpersonen und Jugendliche im Gespräch vor einem Schulhaus.

Unterschreiben dürfen alle: jedes Alter, mit oder ohne Schweizer Pass, egal wo Sie wohnen.

Ich bin …

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Alle dürfen unterschreiben, auch Kinder und Jugendliche, und auch wer nicht in Allschwil wohnt. Das Petitionsrecht steht allen offen.

Häufige Fragen

Mitmachen

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